Mode

Die Liste: Die schönsten #Genderless Kollektionen

Von , 21. March 2016

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69 @Christine Hahn

Schluss mit Geschlechtergrenzen – das sind die schönsten Unisex-Kollektionen

Ist das jetzt für Frauen? Für Männer? Egal! Obwohl ein Großteil der Mode, die uns alltäglich umgibt, immer noch von traditionellen Geschlechterregeln bestimmt ist – man denke an Schlips und Rock – öffnen sich die Grenzen. So zeigten auf den vergangenen Modenschauen mehrere Designer Kollektionen, die vollends geschlechtsneutral sind.
Wer jetzt denkt, dass es sich dabei um eine Errungenschaft der heutigen Zeit handelt, irrt: So kleideten sich Männer vor der französischen Revolution gerne mit Rüschen, Kleidern und Plateauschuhen, die Puderquaste stets griffbereit. Auch als Zeichnen der Auflehnung gegen den Adel verzichtete der einfache Mann des Volkes auf all das und versuchte vor allem eines zu sein: Nützlich, nicht schön. Über zwei Jahrhunderte später lösen sich die etablierten Geschlechtergrenzen wieder. Nach den androgynen Looks der 90er-Jahre, wird Mode zunehmend geschlechtlos. Als Jean Paul Gaultier bei den Pariser Modenschauen vor fünf Jahren das Transgender-Model Andrej Pecij in einem Brautkleid über den Catwalk schickte, staunte man nicht schlecht, heute gelten Kollektionen, die Gender Bending betreiben, als fester Bestandteil der Schauen. Allen voran Erfolgsgarant Alessandro Michele, der Männer und Frauen gleichermaßen in seidenen Schluppenblusen und pelzbesetzten Morgenmänteln auf dem Laufsteg zeigte – und Gucci damit zu neuem It-Status verhalf. Rad Hourani, der erste Designer, der mit einer Unisex-Kollektion Mitglied der Pariser Haute Couture wurde, beschreibt sein universelles Modekonzept so: „Ich versuche, etwas Pures zu entwerfen, das man für sich verändern kann. Das ist für mich Unisex.“ Auch J.W. Anderson, der seit Beginn seiner Karriere einen gemeinsamen Kleiderschrank für Paare fordert, weiß: “Es gibt mittlerweile eine Generation, die keine Unterschiede mehr sieht zwischen Mann und Frau, der es darum geht, einfach so zu sein, wie man eben wirklich ist.” Und das kann man in diesen Unisex-Kollektionen sehr gut.

Eckhaus Lata

Die beiden Designer Mike Eckhaus und Zoe Latta pfeifen auf Normcore – und begeistern damit die Modewelt. Auf ihrer letzten Schau in New York zeigten die beiden Absolventen der Rhode Island School of Design, was Eckhaus Latta ausmacht: „Wir wollen wählerisch und besonders bleiben“.

69

Als non-gender und non-demographic beschreibt sich das Modelabel 69, das all seine Produkte in L.A. herstellen lässt. Bei der letzten New York Fashion Week schickten sie ihre Models in einer Jeanskollektion mit Masken über den Catwalk und das schien so befreiend zu sein, dass sie ganz ohne Zwänge wild durchs Pubklikum hüften. Gut in den Sachen hüpfen tun auch Beyoncés Tänzer im Video zu ihrer Single Formation – wobei man da wohl eher von Tanzakrobatik sprechen sollte.

Zara “ungendered”

Die erste geschlechtsneutrale Kollektion des spanischen Textilunternehmens zeigt, dass unisex auch im Mainstream angekommen ist. Die 16 Kollektionsteile sind sportlich schlicht und in neutralen Farben wie Blau, Grau und Weiß gehalten. Zwar ist noch kein Rock und auch kein Schlips dabei, aber es ist zumindest ein Anfang.