Lifestyle

Florence + the Machine live in Berlin

18. November 2015

Florence and the Machine performing in at Genting Arena, Birmingham, England on 19th September 2015. Florence Welch.
© INTERTOPICS

Die Sängerin macht während ihrer Tour zum neuen Album „How Big, How Beautiful“ Halt in der deutschen Hauptstadt

Wenn die Londoner Chanteuse Florence Welch Hand an das Mikrofon legt, dann wird daraus Gold: Millionenfach verkauften sie und ihre Band Florence + the Machine die drei bisherigen Studioalben. In ihrer Heimat Großbritannien schafften es „Lungs“ (2009), „Ceremonials“ (2011) und „How Big How Blue How Beautiful“ (2015) direkt an die Spitze der Charts und auch über die Landesgrenzen hinaus sind sie stets in den internationalen Charts vertreten. Platin- und Goldauszeichnungen säumen ihren musikalischen Weg.

Angefangen hat alles auf Hochzeiten und Begräbnissen, denn dort spielt die 1986 im Südlondoner Stadtteil Camberwell geborene Singer-Songwriterin ihre ersten Live Performances. Von hier aus geht es auf Umwegen über den Punk, einem spontanen Vorsingen vor ihrer heutigen Managerin Mairead Nash auf der Toilette eines Londoner Clubs und einem abgebrochenen Kunststudium am Camberwell College Of Art geradewegs auf die Bühne von „BBC Introducing“ und wenig später als Vorband von MGMT und Blur auf Tour. Heute ist Florence + the Machine längst keine Vorband mehr, sondern verkauft selbstständig weltweit Konzerthallen aus und spielt auf internationalen Festivals als Main Act. Ihre Songs waren in zahlreichen Serien sowie Filmen zu hören, unter anderem in „Grey’s Anatomy“, „Gossip Girls“, „Skin“,„Eat Pray Love“ oder den dritten „Twilight“- Film, „Eclipse“. Ihre Vorliebe für exzentrische Outfits und theatralische Bühnenshows aus ihren Anfangsjahren hat Florence Welch jedoch bis heute beibehalten – und sich genau hiermit unverkennbar gemacht. Mit ihrem hippiesquen Stil ist Welch nämlich längst eine Ikone geworden.

Der Synthese scheinbarer Widersprüche verdankt auch Florence + the Machine nicht nur die Umschreibung als orchestrale Rockband, sondern ebenso die Einzigartigkeit ihrer Musik. Die ist nämlich romantisch, aber nie naiv, inspiriert von Alltäglichem ebenso wie von der bildenden Kunst, längst weltweit gefeiert, aber noch immer vollkommen unprätentiös. Selbst dann, wenn Florence Welch Drakes „Take Care“ covert (2011 re-interpretierte sie den Song anlässlich ihres Auftrittes in der BBC Radio 1 Live Lounge) oder mit dem britischen Rapper Dizzee Rascal ein Mashup ihres Hits „You’ve Got The Love“ veröffentlicht („You’ve Got the Dirtee Love“), umgibt die Musikerin noch eine ebenso mystische wie glamouröse Atmosphäre.

Die aktuelle LP “How Big How Blue How Beautiful” ist Florence Welchs bislang persönlichstes Album. Am 13. Dezember 2015 wird sie es mit ihrer Band im Velodrom in Berlin spielen. 

 

Autorin: Teresa Köster