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Film-Tipps fürs Wochenende

Von , 3. June 2016

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A Bigger Splash ©STUDIOCANAL Filmverleih

Der Sommer ist da! Auch wenn er sich momentan noch nicht von seiner zuverlässigsten Schokoladeneis-Seite zeigen will… Falls uns das Wetter doch wieder einen Strich durch die Rechnung macht: Wie wäre es mit einem KinobesuchA Bigger Splash, Eva Hesse, Die Kommune und Money Monster – das sind unsere Film-Tipps für’s Wochenende:

– A Bigger Splash –

“Jeder ist obszön! 
Nur darum geht’s doch hier.” Spritziges Remake des französischen Klassikers Der Swimmingpool aus 
dem Jahre 1969 mit Tilda Swinton als Rockstar 
und Dakota Johnson 
als planschendem Gift. Wenn der Wellness-Urlaub zum Horrortrip wird…

Berlin: Kino in der Kulturbrauerei, Kant Kino, Filmtheater am Friedrichshain u.a.
Hamburg: Abaton-Kino, Holi, Magazin Filmkunsttheater
München:Atelier, Leopold Kinos, Monopol Kino u.a.
Köln: Metropolis, Off Broadway, Berli Theater – das Kino u.a.

– Eva Hesse –

Eva wer? Kevin Vennemann verfasste das Radio-Essay 
Eva Hesse und die Romantik und 
beantwortete ­uns ein paar Fragen zu der amerikanischen Künstlerin von Tokio aus:

Was für eine Frau war Eva Hesse?

Das ist eine exzellente Frage, die zu beantworten ich mich nicht recht berufen fühle. Hesses Karriere scheint mir in den vergangenen Jahrzehnten von viel zu vielen Männern beurteilt worden zu sein.

Warum ist Eva Hesse im Vergleich zu anderen Künstlerkollegen so unbekannt geblieben?

Ich würde eher fragen: Warum ist sie nicht noch bekannter? Denn in den letzten 15 Jahren war sie sicherlich eine der präsentesten Kunst-Rockstars überhaupt – sowohl, was die internationalen Retrospektiven in den größten Museen betrifft, aber auch als universitäres Forschungsobjekt. Dass sie nicht noch bekannter ist, liegt schlicht daran, dass sie 1970 im Alter von 34 Jahren gestorben ist, dass ihr Werk deshalb von vergleichsweise überschaubarem Umfang ist und den Betrachtenden nicht eben um den Hals fällt. Es mag vor allem jedoch daran liegen, dass sich die Kunstwelt die längste Zeit für bildende Künstlerinnen überhaupt gar nicht interessiert hat – auch und erst recht nicht für solche, die den Schutz der Zweidimensionalität verlassen und im männlichen Bereich der Skulptur mit männlichen Materialien neue Terrains betreten.

Haben Sie ein Lieblingskunstwerk?

So traurig es auch ist, doch Contingent, ihre wohl letzte Arbeit, ist meine liebste. Contingent erschien im Mai 1970 auf dem Cover der Kunstzeitschrift Artforum – im exakt selben Monat, in dem sie starb.

Berlin: Sputnik-Kino
München: Monopol-Kino
Köln: Filmpalette

– Die Kommune –

Endlich wieder ein Film von Thomas Vinterberg! Und auch noch das erste Werk des dänischen Dogma-Regisseurs, bei dem gelacht werden darf. 
Anna (Trine Dyrholm) und ihr Mann (Ulrich Thomsen) erben ein Haus. 
Da das bürgerliche Leben gerade langweilt und sie sich mitten in den 
70ern befinden, entwerfen sie dort die schöne Vision einer echten Kommune – mit Nacktbaden und Basisdemokratie zum Frühstück. Doch die 
Gruppen-dynamik treibt am Ende Anna und Erik auseinander. Ein verdienter 
Goldener Bär bei der Berlinale für Trine Dyrholms nuancenreiches Spiel.

Berlin: Kant Kino, Zukunft, Casablanca
München: Kino im Fools
Köln: Kino in der Brotfabrik

– Money Monster –

Manchmal fragt man sich, warum sich nicht mehr Kleinanleger 
gegen die Mega-Spekulanten wehren. Weil diese gesichtslos 
und damit unangreifbar bleiben? Kyle (Jack O’Connell) hat 
sein gesamtes Vermögen verloren, weil er dem Rat eines Finanzgurus 
(George Clooney) glaubte. Dafür will Kyle sich rächen. Und nimmt 
kurzerhand den Betrüger vor laufender Kamera als Geisel. Bedingung: 
Entweder der Kurs seiner Aktien steigt wieder, oder er wird sterben.

Berlin: Kino in der Kulturbrauerei, Central, Filmtheater Friedrichshain u.a.
Hamburg: Abaton-Kino, UCI Kinowelt, Passage Kino Hamburg u.a.
München: Leopold Kinos, Mathäser der Filmpalast, Gabriel Filmtheater u.a.
Köln: Cinedom, Residenz, Kulturfabrik u.a.

Diese Film-Tipps sind in der aktuellen L’Officiel Ausgabe erschienen.