Lifestyle

Durch London mit Georgia May Jagger

18. February 2016

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Georgia May Jagger gibt Kultur-Tipps für die englische Metropole und die passende Musik auf der Reise dorthin

Mehr als nur Model: Georgia hat es Kolleginnen wie Kate Moss und Kendall Jenner gleich getan und eine Kollektion designt – für Minelli ließ sie sich von Swinging London inspirieren. Passend zum Auftakt der London Fashion Week gibt die Tochter von Jerry Hall und Mick Jagger ein paar Tipps für den nächsten Besuch der britischen Hauptstadt und verrät ihre persönlichen Kultur-Highlights:

Meine Kinos

Ich habe alle Filme der Cohen Brothers und von Quentin Tarantino gesehen – die Regisseure haben eine einzigartige Erzählweise. Meine Mutter war ein großer Fan von Mae West, ich bin mit Filmen wie I’m no Angel (Ich bin ein Engel) oder My little Chickadee (Mein kleiner Gockel) aufgewachsen. Mae West war wie eine Heilige für mich, sie ist nicht nur eine tolle Schauspielerin, sondern auch eine beeindruckende Drehbuchautorin.

Meine Bücher

Ich habe eine Schwäche für große und schöne Bildbände, besonders für die von Tim Walker, wie etwa Story Teller. In seinen Bildern geht es nicht nur um Mode, sie fügt sich vielmehr mit dem Rest des Geschehens zu einem Gesamtkunstwerk zusammen. Auch National Geographic mag ich sehr – manchmal träume ich sogar davon, eine der spannenden Reportagen selbst zu erleben.

Meine Museen

Das Victoria und Albert Museum in London ist ein faszinierender Ort: nicht nur die regelmäßigen Ausstellungen wie zum Beispiel die von Julia Margaret Cameron sind spannend, auch die Dauerausstellung ist sehr sehenswert. Sie zeigt unschätzbare Relikte, Keramiken, Möbelstücke, Schmuck…

Victoria und Albert Museum
Victoria und Albert Museum

Meine Musik

Ich kann mit aktueller Musik nicht viel anfangen, dafür stehe ich total auf alte Blues- und Soulplatten – und ich vergöttere B.B. King. Bis heute höre ich noch die Sachen, zu denen schon meine Eltern getanzt haben (Otis Redding, Hlin Wolf, Robert Johnson), und ich hole mir gerne Tipps von meinen Geschwistern, die einen tollen Musikgeschmack haben. Durch sie habe ich Bands wie The Cramps oder The Misfits und den Britischen Punk der 80er-Jahre für mich entdeckt. Eine weitere Vorliebe von mir: Der Hip-Hop der 90er-Jahre.

Meine Restaurants

Wann immer ich in Paris bin, gehe ich ins Café des Flore – das Essen dort ist einfach fabelhaft ist. In London findet man mich meistens im Ffiona’s (51 Kensington Church Street, W84BA) – das mit seinem typisch britischen Dekor einfach entzückend aussieht und dazu noch köstliche Brunchs und Dinner anbietet.

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Meine Vorbilder

Patti Smith! Sie ist eine herausragenden Künstlerin und der Inbegriff von Coolness – Rock’n’ Roll und pure Poesie zugleich. Ihr Buch Just Kids liegt stets auf meinem Nachttisch, ich kann gar nicht aufhören, es immer und immer wieder zu lesen und ich warte schon höchst ungeduldig auf das nächste von ihr, Mr. Train.

Patti Smith ©Peter Kelleher
Patti Smith ©Peter Kelleher

Dieser Artikel ist in der französischen L’Officiel erschienen (No. 1002, Ausgabe Februar 2016, S. 48-49), Autorin: Sophie Rosemont, Übersetzung: Lea Busch.