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Die 66. Berlinale 2016 – der Countdown läuft

Von , 18. December 2015

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Vom 11. bis zum 21. Februar 2016 wird Berlin wieder zum Schauplatz außergewöhnlicher Filme

Es kann schon mal vorkommen, dass eine Pressemitteilung in der Redaktion für mehr Euphorie sorgt als eine neue Designer-Handtasche. Wie das? Zum Beispiel, wenn es um das Thema Film geht: Seit einigen Wochen erreichen uns regelmäßig Vorabmeldungen über die 66. Berlinale – und mit jeder Nachricht wächst die Vorfreude auf das Filmfestival.

Erst wurde verkündet, dass Meryl Streep, die 2012 den Goldenen Ehrenbären der Berlinale für ihr Lebenswerk erhielt, Jury-Präsidentin der 66. Internationalen Filmfestspiele von Berlin sein wird. Dann folgte kurze Zeit später die Mitteilung, Oscar-Preisträger Joel und Ethan Coen werden mit ihrem neuen Film Hail, Caesar! die Berlinale eröffnen. Nun gab das Festival die ersten Filme bekannt, die offiziell im Wettbewerb und in der Sektion Berlinale Special laufen werden – und die klingen verdammt vielversprechend.

Im Wettbewerb um den goldenen Bären sind bislang fünf Produktionen und Ko-Produktionen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und den USA am Start:

Darunter Jeder stirbt für sich allein des Schweizer Regisseurs Vincent Perez. Auf der Grundlage des weltbekannten Romans von Hans Fallada über ein Berliner Paar, das Widerstand gegen die Nazis leistet, verfilmte Perez das Drama mit Emma Thompson, Brendan Gleeson und Daniel Brühl.

Ebenfalls in der Bärenkonkurrenz ist Genius von Michael Grandage. Colin Firth, der bereits in The Kings Speech überzeugte, spielt den Verleger Max Perkins, der Werke berühmter Schriftsteller wie Ernest Hemingway und Thomas Wolfe (gespielt von Jude Law) herausbrachte. Weitere Stars im Filmensemble sind Nicole Kidman und Laura Linney.

Chancen auf den Bären hat außerdem die Produktion Midnight Special von US-Regisseur Jeff Nichols (Mud – Kein Ausweg) mit den Hollywoodstars Kirsten Dunst und Adam Driver.

Auch die Dokumentation Zero Days des US-Filmemachers Alex Gibney (Taxi zur Hölle) über den Cyberwar sowie die Tragikomödie Boris sans Béatrice des Kanadischen Regisseurs Denis Côté (Vic + Flo haben einen Bären gesehen) gehen als offizielle Wettbewerbsfilme ins Rennen.

Für die Sektion Berlinale Special, in der Werke zeitgenössischer Filmemacher, aktuelle Dokumentationen sowie außergewöhnliche Formate gezeigt werden, gab das Festival bislang drei Dokumentarfilme teils weltberühmter Filmemacher bekannt:

Dazu gehört der neue Film Where to Invade Next von Oscar-Preisträger Michael Moore (Bowling for Columbine), der in Berlin Europapremiere feiert. Laut Verleih marschiere Moore in der Satire wie eine „Ein-Mann-Armee der USA“ in Europa ein. Jedoch nicht, um Länder zu besetzen, sondern um die besten Ideen zu stehlen und sie seinen Landsleuten mitzubringen. So entdeckt der US-Regisseur in verschiedenen europäischen Ländern und in Tunesien viele positive Beispiele für faire Politik, Lebensqualität und gute Arbeitsbedingungen. Er stellt sich die Frage: „Wieso haben wir das nicht?”

Neben dieser provokativen Doku werden noch The Seasons in Quincy: Four Portraits of John Berger von Colin MacCabe, Christopher Roth, Bartek Dziadosz und Tilda Swinton sowie The Music of Strangers: Yo-Yo Ma and the Silk Road Ensemble von Morgan Neville bei Berlinale Special zu sehen sein.

Man darf also weiterhin gespannt sein, was die Berlinale noch alles bis zum Festivalbeginn am 11. Februar 2016 vorab zu verkünden hat – wir werden darüber berichten. Und bestimmt auch über neue Designer-Taschen.