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Art Basel Miami Beach 2015

Von , 7. December 2015

Art Basel Miami ©PR
Art Basel Miami ©PR

Ein Rückblick zur Kunstmesse, die vom 03. bis 06. Dezember zum 14. Mal stattfand

So much to see, so little time: In der vergangenen Woche bot die Art Basel Miami Beach mit ihrem viertägigen, hochkarätigen Kunst-Entertainment einen Anlaufpunkt für Galeristen, Sammler und Kunstinteressierte aus aller Welt. Dieses Jahr nahmen 267 Galerien aus 32 Ländern teil, davon 29 Neuzugänge. Neben der Kernmesse wurde viel Wert auf angrenzende Formate gelegt: „Public“ bespielte den Collins Park, über 50 Filme wurden gezeigt, im Rahmen der „Conversations“ sprach unter anderem Jenny Holzer mit Trevor Paglen, „Nova“ und „Positions“ setzten sich mit frischen Ansätzen und jungen Programmen auseinander.
Genau hier suchte BMW nach neuen Talenten für seine zweite BMW Art Journey: Im kommenden Februar wird der diesjährige Preisträger Samson Young von einem der drei diesjährigen Finalisten, darunter das Kölner Duo Henning Fehr und Philipp Rühr, Dan Bayles sowie Fritzia Urizar, abgelöst. Der dazu stattfindende Talk im Soho House am Dienstag Abend diente als Warm Up für eine lange Nacht: Weiter unten am Strand feierte die White Cube Galerie aus London zusammen mit der Vinyl Factory bei Musik von Legende Giorgio Moroder den Einstand einer wilden Woche.
Die Pressekonferenz am nächsten Morgen war trotzdem gut besucht, 90 Minuten später betraten die ersten VIP Sammler die Messe. Nicht so hektisch wie sonst, hieß es. Gekauft wurde häufig erst am Folgetag. Zahlreiche deutsche Galerien waren vertreten: Sprüth Magers brachte das Sony Leaks Werk von Andreas Gursky mit, Wentrup ließ Gregor Hildebrandt diesmal bunte Tapes verarbeiten, bei Johann König referierte Camille Henrot die New Yorker Skyline und der weiss-rote Imi Knoebel bei Kewenig war schon kurz nach Öffnen der Türen an ein Museum verkauft.

Aber auch fernab des Convention Centers war eine ganze Menge los: Satelliten-Messen, Events und Parties wohin das Auge sah. So lud die Galerie Gmurzynska zum Auftakt zu einem Dinner mit Sylvester Stallone (!) in die alte Versace Residenz (!),traditionsgemäß zogen die Macher des Pariser Clubs Le Baron wieder im Keller des Delano Hotels ein.
Überhaupt ging es in der Woche darum, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Milla Jovovich frühstückte neben Tracey Emin, Hilary Swank verdrückte ein Steak neben Jamie Foxx. Eigens gewählte Power Konstellationen gab es natürlich auch reichlich: Jeffrey Deitch und Larry Gagosian zeigten fünf Tage lang eine Ausstellung mit dem Titel „Unrealism“. Das New Museum aus New York tat sich mit DKNY zusammen, um das “The New Women’s Project” vorzustellen. Das W Magazine ließ am Strandabschnitt vor dem Faena Hotel eine Rollschuhbahn errichten. Derweil prostete sich Jeremy mit Paris Hilton und den Brant Söhnen in der Surf Lodge zu. Einzig nicht so gut gelaunt: Julian Schnabel, der während seiner Ansprache zum Dinner seines Freundes Mr. Chow ein wenig ungehalten wurde. Vielleicht wäre er doch insgeheim lieber bei der Parallelveranstaltung gewesen? Am anderen Ende der Stadt lud die (Konkurrenz-) Sammlerfamilie Rubell zusammen mit Roberto Cavalli zum Tanz. Im Vorlauf hatte Artnet einen Guide zu genau diesen Parties, deren Einlass sehr streng geregelt sein würde, veröffentlicht.
Und auch wenn sich die Gästelisten beeindruckend lesen, hatte man dieses Jahr eher den Eindruck, dass es weniger um Lady Gaga Performances als um die Kunst an sich ging. Ein gutes Zeichen, wie die Kunstkritiker sagen.

Tags: #Art Basel, #Feature, #Kunst