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Food-Sünden: Was ist dran?

24. November 2015

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©Pascal Rohé

Rotwein, Butter und Kaffee – Was ist wirklich dran am Image, ungesund zu sein?

Ohne Kaffee geht morgens gar nichts, ein belegtes Brot ohne Butter schmeckt nicht und zum  Dinner gehört der richtige Rotwein. Wenn Sie diese Aussagen unterschreiben, dann werden Sie sich über die folgenden Zeilen freuen. Denn wir erklären, welche Food-Sünden eigentlich gesund sind. In Maßen natürlich!

Kaffee

Ohne Kaffee kommen Sie nicht durch den Tag? Sehr gut! Laut einer Studie  des „Beth Israel Deaconess Medical Center“ in Boston soll der Konsum von vier Tassen Kaffee am Tag das Risiko senken, an Herzversagen zu erkranken. Angeblich soll es präventiv gegen zwei Faktoren wirken, die der Auslöser für ein Herzleiden sein könnten: Diabetes Typ 2 und erhöhter Blutdruck. Außerdem soll Kaffee glücklich machen. Wissenschaftler der „Harvard School of Public Health“ haben herausgefunden, dass Frauen, die vier oder mehr Tassen Kaffee am Tag trinken, 20 Prozent weniger Chancen haben, an Depressionen zu leiden. Also: Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie ihren Kaffee.

Schokolade 

Schokolade gehört zu Weihnachten wie der Christbaum und die Gans. Und das ist auch gut so! Denn dank des Botenstoffes Serotonin und der energiegeladenen Fette hebt Schokolade unsere Laune und die können wir zur dunklen Jahreszeit besonders gut gebrauchen. Eine Studie des  „Deutschen Instituts für Ernährungsforschung“ in Potsdam unter der Leitung von Brian Buijsse schreibt der beliebten Süßigkeit auch positive gesundheitliche Effekte zu. Das Konsumieren von Schokolade soll einen erhöhten Blutdruck und das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen senken. Die im Kakao enthaltenen Flavanole sollen die Durchblutung anregen. Deshalb gilt: Setzen Sie auf Zartbitterschokolade. Die enthält nämlich einen hohen Anteil an Kakao (optimal sind 70 % und mehr Prozent). Achtung: Trotzdem sollten Sie jetzt nicht tafelweise Schokolade verputzen. Es dürfen nicht mehr als 7,5 Gramm Schokolade täglich sein, das entspricht ungefähr ein bis zwei Stückchen am Tag.

Butter

Ob Plätzchen, Steaks oder einem ganz normalen Brot – Butter verleiht allen Speisen einen besonderen Geschmack. Leider wurde das Milchprodukt lange Zeit für hohes Herzinfarktrisiko verantwortlich gemacht. Studien haben das widerlegt. Butter enthält Vitamine, die eine entgiftende Wirkung haben sollen. Vitamin A, E, D und K sind Antioxidantien, die unsere Zellen vor freien Radikalen schützen. Natürlich kommt es aber auch hier auf die richtige Dosierung an. Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ empfiehlt, dass der tägliche Konsum an Fett 60 bis 80 Gramm nicht überschreiten sollte.

Rotwein

„Ein Glas Rotwein am Tag ist gesund.“ Diese Aussage hören wir immer wieder oder haben sie gar selbst schon getätigt, während wir bei einem Dinner unseren Freunden zugeprostet haben. Wissenschaftler der „Ben-Gurion Universität“ in Israel haben jetzt herausgefunden, was an dieser These wirklich dran ist. Das Ergebnis: Täglich 0,125-l Rotwein (entspricht ungefähr einem Glas) zum Abendessen hat positive Effekte auf unsere Gesundheit. Verantwortlich dafür ist der in Rotwein enthaltene Stoff  Resveratrol. Er wirkt entzündungshemmend auf Faktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Außerdem zeigten die Teilnehmer der Untersuchung bessere HDL-Cholesterinwerte gegenüber den Probanden, die abends Wasser tranken. Die Rotwein-Fraktion konnte zudem besser einschlafen. Da bleibt nur noch eins: Prost!

Fleisch

Jüngste Ergebnisse der „Internationalen Agentur für Krebsforschung“ (IARC), eine Behörde der „Weltgesundheitsorganisation“ (WHO), sorgten kürzlich für Entsetzen bei Aufschnitt-Liebhabern. Denn diese Agentur hat verarbeitetes Fleisch wie Schinken, Salami oder Leberwurst als krebserregend eingestuft. Bevor sie jetzt überstürzt zum Vegetarier werden, halten sie kurz inne. Denn Fleisch enthält wichtige Nährstoffe wie Eisen, Zink, Selen, Vitamin A und D und fast alle B-Vitamine. Außerdem werden wir dadurch mit wichtigen Eiweißbausteinen versorgt, die der Körper zum Bespiel für sein Immunsystem und den Zellaufbau braucht. Also verzichten Sie lieber auf Wurstbrote und gönnen sich einmal die Woche ein Rindersteak, Schnitzel oder Hühnchen – das entspricht ungefähr dem empfohlenen Fleisch-Konsum von 300 bis 600 Gramm pro Woche. Achten Sie zusätzlich auf die Herkunft – das Bio-Gütesiegel ist gerade bei Fleisch besonders wichtig.

 

Text: Christine Korte